Gossler baute das "Papst Mobil"


Kirche/Johannes Paul II fuhr 1987 an der Schachtanlage Posper-Haniel im Wagen des Sterkrades Karosseriebauers vor.

Verkaufs-, Expeditions-, oder Feuerwehrfahrzeuge, Pferdeanhänger oder Spezialtransporter – im Sterkrader Karosseriebau- und Lackiererunternehmen Gossler gibt’s eigentlich nichts, wasnicht konstruiert und gebaut wird. An einem ganz bestimmten Auftrag für einen „Spezialtrasnporter“ erinnert sich der Automobilkaufmann Dieter Gossler aber in den letzten ´Tagen immer wieder.“ Das war schon ein besonderer Auftrag“ sagt er, und im Büro an der Leuthenstraße 8 höängen Bilder und Zeitungensausschnitte an der Wand: Gossler baute das „Papst-Monil“ mit dem Johannes Paul der ii. im Mai 1987 die Schachtanlge Prosper_Haniel besuchte.
Das olivgrüne Basisfahrzeug, einen Mercedes Geländewagen. Modell G200D, stellte der damalige Auftraggeber, die Bergbau Ag Niederrhein , zur Verfügung. Es wurde in Sterkrade mit einem Rahmen und schusssicherren Scheiben versehen. Und mit Treppenaufgang, einem Handlauf und einem teppich. Den Besuch der Schachtanlage vor 18 Jahren absolvierte Johannes Paul der II. im stehen im geschützten undkomfortablen Glaskasten auf der Ladefläche des Cabrios, Bischof Hengesbach an seiner Seite. Der Aufwand für den gesamten Papstbesuch lag 1987 übrigens nach Angaben des damaligen Domkapitulars Franz Garvemit 967 000 Mark weit unter dem bei solchen Bescuhen sonst üblichen.
Zehn Tage arbeiteten man bei Gossler in Sterkrade am Papst-Mobil. Und noch eine Besonderheit gabs damals: es wurde vom Bundeskriminalamt geprüft. Zwar ist das Unternehmen, etwa bei Behördenfahrzeugen, aufwändige Abnahmen gewöhnt. Dennoch war der fahrbare Untersatz für das Kirchenoberhaupt auch hier eine Besonderheit. „Polizeihauptmeister Hans-Ulrich Klöker aus Recklinghausen holte das Papst-Mobil zur Sicherheitskontrolle durch das BKA ab. Meldete die NRZ im April 1987. Nach der Abnahme, erfuhr der NRZ –Reporter damals, werde das Fahrzeug unter Verschluss gehalten und am 2. Mai sogar per Hubschrauber zur Schachtanlage Prosper-Haniel geflogen. Nach dem dortigen Einsatz wurde der Aufbau übrigens wieder demontiert und der Geländewagen kam unter Tage als Dienstfahrzeug um Einsatz.